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MT31
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Zickige Jungs und laute Mädchen
Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jugendlichen
Jungen werden in den Medien meist als »Sorgenkinder« oder »Bildungsverlierer« bezeichnet und in pädagogischen Kontexten häufig als destruktiv und gewaltaffin wahrgenommen. Die damit verbundene Fokussierung auf Jungen hat eine Ausblendung von weiblichen Sozialisationswegen zur Folge. Angebote der Jugendhilfe erreichen in vielen Fällen Mädchen seltener.
Kinder- und Jugendarbeit kann nicht geschlechtsneutral sein, weil sich die Interessen, Zugänge, Lebenslagen und Probleme von Mädchen und Jungen unterscheiden können. Um Benachteiligungen abzubauen und Gleichberechtigung zu fördern müssen die unterschiedlichen Lebenslagen in den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit berücksichtigt werden. Diskriminierende Äußerungen stehen einer Gleichberechtigung entgegen. Unter Jugendlichen beziehen sie sich häufig auf Abweichungen von männlichen oder weiblichen Normen, die »schwule Sau« oder die »Schlampe« sind viel benutzte Schimpfwörter. Das Seminar behandelt wesentliche Fragestellungen zu geschlechterreflektierter Arbeit in der pädagogischen Praxis: Welche geschlechtsbezogenen Anforderungen gibt es? Wie erfahren Jugendliche dadurch Einschränkungen in ihrem Handlungs- und Entwicklungspotential? Wann sind geschlechtshomogene Räume sinnvoll? Neben Wissen und Methodik/Didaktik ist die Haltung der Pädagog_innen ein grundlegender Pfeiler der geschlechterreflektierten Arbeit. Deshalb liegt ein Schwerpunkt des Seminars auf der Reflexion der eigenen Verortung im Geschlechterverhältnis und der Bedeutung von Geschlechterrollen im pädagogischen Kontext.
Zielgruppe: | Fachkräfte der Jugendhilfe |
Termin: | 18.06.2012 - 19.06.2012 |
Referent(en): | Olaf Stuve Soziologe und langjähriger Jungenarbeiter Vivien Laumann Diplom-Psychologin, Trainerin der politischen Bildungsarbeit Das Projekt erforscht den Zusammenhang von Rechtsextremismus und Männlichkeiten und geht der Frage nach, welche Bedeutung Konstruktionen von und Anforderungen an Männlichkeit im modernen Rechtsextremismus beizumessen ist. Um den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in pädagogische Praxen sicherzustellen, steht im Mittelpunkt der zweiten Projekthälfte die Konzipierung und Erprobung einer Fortbildungsreihe für Multiplikator_innen: Die Ergebnisse und Thesen der Forschungsphase werden für die Entwicklung von Ansätzen für die geschlechterreflektierende Rechtsextremismusprävention aufbereitet und stellen deren Grundlage dar. |
Ort: | Brücke/Most-Zentrum Dresden Reinhold-Becker-Str. 5 01277 Dresden Routenplanung |
Kosten: | Mitglieder: 50,00 EUR Nicht-Mitglieder: 70,00 EUR |
Ansprechpartner: | Karola Jaruczewski Telefon: 0371/5336420 eMail: jaruczewski[at]agjf-sachsen.de |
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