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Zusatzqualifikation Jungenarbeit
In der Praxis der Kinder- und Jugendarbeit erfahren wir jeden Tag, wie sich Jungen im Heranwachsen auf die Suche nach einer eigenen, einer männlichen Identität machen. Dies geschieht nicht ohne Reibung, nicht ohne Konflikte und nicht ohne Beulen. Und das ist gut so!
Um in diesem Feld des Ausprobierens, des Grenzen Übertretens und des berechtigten Aufmüpfigwerdens professionell zu arbeiten, vermitteln wir in dieser Zusatzqualifikation für Jungenarbeit wesentliches Fachwissen.
Ziele dieser Ausbildung:
- Motivation für Jungenarbeit als intensive Beziehungsarbeit voller lebendiger Begegnung schüren
- Vermittlung von praxistauglichen Wissen über Junge-Sein in der Moderne, über Lebenslagen von Jungen sowie Ansätzen und Themen von Jungenarbeit
- Erweiterung des eigenen Handlungs- und Methodenkonzeptes für die Jungenarbeit
- Erarbeitung, Umsetzung und Reflexion eines eigenen Praxisprojektes
- Auseinandersetzung mit eigener Person, eigener Professionalität und eigenen Mann-Sein
- Reflexion von Jungenthemen mit Mädchenarbeiterinnen/GenderpädagogInnen
Das Konzept dieser Zusatzqualifikation ist ein Ergebnis des Landesmodellprojektes Jungenarbeit Sachsen und wurde von Dr. Gerd Stecklina, Vertretungsprofessor an der Technischen Universität Dresden, Fakultät Erziehungswissenschaften und wissenschaftlicher Begleiter des Landesmodellprojektes Jungenarbeit begleitet und evaluiert.
Zielgruppe:
Jungenarbeit definieren wir als professionelle Arbeit von männlichen Fachkräften mit Jungen. Deshalb wird diese Fortbildung nur für männliche Erzieher, Pädagogen, Sozialpädagogen, Psychologen ausgeschrieben.
Struktur:
7 Module á 4 Tage
Coaching 15 Stunden
20 Stunden Lerngruppenarbeit
Erarbeitung eines Praxisprojektes
Diese Zusatzqualifikation erfolgt in den Modulen 3 und 5 in Kooperation mit der berufsbegleitenden Weiterbildung zum/zur Gendertrainer/in, welche die LAG Mädchen und junge Frauen Sachsen und die LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. veranstaltet.
Termine und Themen:
Orientierungsworkshop
13. August 2010
Bevor Sie sich für diese Fortbildung entscheiden, bieten wir Ihnen einen Workshop an, indem Sie unser Fortbildungskonzept, die anderen Interessenten und einen Referenten kennenlernen können.
Ort: Geschäftsstelle der AGJF Sachsen e.V. Chemnitz
Referent: Peter Wild
Modul 1: Jungenarbeit – Die Basics
21. bis 24. September 2010
- männliche Sozialisation
- pädagogische Ziele von Jungenarbeit
- Zugänge und Ansätze von Jungenarbeit
- Auseinandersetzung mit der eigenen Jungen/Vater /Berufsbiografie
- Männlichkeit(en) und Junge-Sein
Referenten: Joachim Majunke und Peter Wild
Ort: Ev. Freizeitheim Röhrsdorfer Park „Rehgarten“
Modul 2: Selbstbehauptung statt Gewalt
30. November bis 03. Dezember 2010
- Konzepte des Selbstbehauptungstrainings
- Selbstwertarbeit
- Grenzen erfahren und akzeptieren
- Gefühle kennen und ausdrücken
- Gruppenprozesse verstehen und gestalten
Referenten: Olaf Jantz und Peter Wild
Ort: Ev. Freizeitheim Röhrsdorfer Park „Rehgarten“
Modul 3: Jungenarbeiter meets Gendertrainer/in
02. bis 05. Februar 2011
- gemeinsam mit der berufsbegleitenden Weiterbildung Genderpädagogik
- Kommunikation von Frauen und Männern
- Mädchen- und Jungenarbeit – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
- Geschlechtsreflektierende Pädagogik – Crossover
- Erarbeitung von Themen für Modul 5 durch Open space
Referent/inn/en: Katrin Schröter-Hüttich, Simone Kruschwitz, Florian Peters, Peter Wild
Ort: Evangelische Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis
Modul 4: Liebe Sex und Partnerschaft
21. bis 24. Juni 2011
- sexualpädagogische Konzepte für Jungen
- körperorientierte und sexualpädagogische Methoden
- Homophobie von Jungen
- Umgang mit Pornografie
- Auseinandersetzung mit Mädchenwelten
Referenten: Rainer Neutzling und Peter Wild
Ort: Universitas im Bauernhaus Goßberg e.V.
Modul 5: Jungenarbeiter meets Gendertrainer/in
27. bis 30. September 2011
(findet gemeinsam mit der berufsbegleitenden Weiterbildung Genderpädagogik statt)
Themen werden gemeinsam im Modul 3 erarbeitet
Referent/inn/en: Katrin Schröter-Hüttich, Simone Kruschwitz, Florian Peters, Peter Wild
Ort: Evangelische Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis
Modul 6: Wofür lohnt es sich zu kämpfen?
Dezember 2011
- Erlernen von Schwertkampf als Methode der Jungenarbeit
- Umgang mit Macht und körperlicher Kraft
- Aggressionsarbeit
- Lebensplanung
- Achtsamkeit und Respekt eigener Körperlichkeit
Referenten: Peter Moser und Peter Wild
Modul 7: Abschied und Beginn
Februar 2012
- Rückmeldungsgespräche
- Präsentation des Praxisprojektes
- Transfer in die berufliche Praxis
- würdigender, feierlicher Abschluss
Referenten: Peter Wild, Dr. Gerd Stecklina u. a.
Zertifikat:
Diese Zusatzqualifikation erfolgt nach den Qualitätsstandards der AGJF Sachsen. Bei erfolgreicher Absolvierung aller Fortbildungsanforderungen vergeben wir den Titel: Jungenarbeiter (AGJF) und ein detailliertes Zertifikat.
Diese Fortbildung wird in Kooperation mit der LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V. und der LAG Jungen- und Männerarbeit Sachsen e.V. durchgeführt.
Wir beraten Sie gern bei der Entscheidung für diese Zusatzqualifikation.
Kosten:
inkl. Übernachtung und Verpflegung
Module 1 bis 7: 1.400,00 EUR
Gruppencoaching: je nach Gruppenstärke
10 Stunden zwischen 200,00 und 300,00 EUR
Ansprechpartner:
Anke Miebach-Stiens
Telefon: (0371) 5 33 64 0
E-Mail: miebach-stiens[at]agjf-sachsen.de
AGJF Sachsen e.V.
Neefestraße 82
09119 Chemnitz
Direkt zur Anmeldung hier...
Als PDF zum Downloaden hier..
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