Seminare

04.01.2021 – 15.03.2022

Häuser und Naturräume in Sachsen

Zusatzqualifikation zum/zur Deeskalationstrainer*in

Zusatzqualifikation ab 2021

Pöbeleien, körperliche Auseinandersetzungen, Verweigerung, das Gefühl der Bedrohung: alles Formen von Gewalt, die jeder/jedem* begegnen, der in der Arbeit mit Jugendlichen tätig ist. Nach einer Konfliktsituation fühlen sich die beteiligten Mitarbeiter*innen häufig ohnmächtig, unsicher und individuell verantwortlich. Grundidee des Deeskalationstrainings ist, dass sich durch die frühzeitige, präventive Beschäftigung mit der Gewalt die Wahrscheinlichkeit einer der Situation angemessenen Verhaltensweise erhöhen kann. Hier bietet ein Training die Möglichkeit, sich praktisch mit dem Thema Gewalt auseinander zu setzten, erlebte Gewaltepisoden zu verarbeiten, die persönlichen Ressourcen in Eskalationsprozessen zu erkennen und weitere deeskalierende Strategien zu erproben.

Diese Zusatzqualifikation richtet sich an Menschen, die ihre Kompetenz im Trainer*innenbereich erweitern und in ihrer Organisation umsetzen wollen. In der Fortbildungsreihe erlernen sie Grundkompetenzen, um mit Einzelnen und Gruppen Deeskalationstrainings selbstständig durchzuführen. Zur Trainer*innenkompetenz gehören auch Beratungen und Gruppenangebote zur Prävention und Reflexion von eskalierenden Situationen. Im Besonderen legen wir Wert auf die Entwicklung einer humanistischen Grundhaltung und Wahrnehmung und Wachstum der Selbstkompetenz.

Neben Vermittlung von theoretischem Wissen ist die Zusatzqualifikation handlungs- und erfahrungsorientiert und reflexiv ausgerichtet. Verbunden mit Reflexion von Praxisprojekten, begleitender Ausbildungssupervision und Vertiefung in Lerngruppenarbeit organisieren wir beste Lernsettings zur Ausbildung der Rolle als Deeskalationstrainer*in.

Modul 1 Erfahrbar. Deeskalierend Handeln
Beginn, Kennenlernen, Inhalte erfahren, Gruppenbildung
Deeskalation als videounterstütztes Training erleben und planen
Grundlegend Eskalation und Deeskalation verstehen
Trainer: Achim Lenderink, Martin Nestler, Ingo Gelfert

Modul 2 Sprechbar. Kommunikation in Konflikten
Körper und Sprache, Gewaltfrei und/oder systemisch, professionelle Haltungen zu Kommunikation und Konflikt, Stress besprechen, Konflikte, die sich mit Gewalt und Gruppenbezogener Ablehnung verbinden.
Trainer: Achim Lenderink, Ingo Gelfert

Modul 3 Abgrenzbar. Ich im Kontakt an der Grenze
Biografische Hintergründe und Selbstkompetenz, Widerstehen und Selbstschutz, Deeskalation im Feld meiner Konstrukte, mit meiner Haltung im Focus stehen, Reflexion eigener Stressoren, Gewalt verstehen und handlungsfähig bleiben in Gewaltsituationen
Sensibilisierung für den eigenen Körper und Förderung des Körpergefühls,
Wahrnehmen der eigenen Grenzen und der Grenzen Anderer.
Trainer*innen: Cornelia Probst, Ingo Gelfert

Modul 4 Umsetzbar. Die Gruppe in der Fortbildung
Gruppe wahrnehmen und fördern, Blick auf Fortbildungskonzepte,
Möglichkeiten und Grenzen von Training und Fortbildung
Konzeptionelles zur Planung eigener Trainings, Einführung Praxisprojekt.
Trainer: Martin Nestler, Ingo Gelfert

Modul 5 Vermeidbar. Methoden der Gewaltprävention
präventives Arbeiten, methodische Vielfalt
Verantwortung von Fachkräften, Gefährdungsanalysen für Eskalation, Kriseninterventionskonzepte mit Blick auf Mitarbeitende, Nutzer*innen, Räume und Organisation.
Trainer: Achim Lenderink, Ingo Gelfert

Modul 6 Erweiterbar. Beratung in Konflikten
Beratung und Moderation von Fachkräften und Organisationen,
Grundkompetenzen Beratung, Deeskalation als Teil von Organisationsentwicklungsprozessen,
Training in der Moderationsmethode.
Trainer: Martin Nestler, Ingo Gelfert

Modul 7 Schleifbar. Feinschliff der Kompetenzen als Trainer*in
Referenten: Matthias Schwabe, Ingo Gelfert

Abschließbar. Abschlusskolloquium der Zusatzqualifikation
Vorstellung des Codex der Deeskalationstrainer*innen als Leistung der Lerngruppen.
Reflexion der Praxisprojekte, Ausgabe Teilnahmebescheinigung und Zertifikate.
Trainer*innen: Achim Lenderink, Martin Nestler, Cornelia Probst, Ingo Gelfert

Kriterien zur Teilnahme und Zertifizierung

Zugangsvoraussetzungen
(Sozial)Pädagogische Grundausbildung oder angrenzende Professionen,
5 Jahre Erfahrung in Arbeitsfeldern Jugendhilfe, Bildung und Gesundheit wünschenswert.
Eigene Motivation zur Aneignung von Trainer*innenkompetenzen und zur Auseinandersetzung mit der Rolle als Deeskalationstrainer*in. Nachgewiesene Unterstützung durch Arbeitgeber.

Trainer*innen:
Prof. Dr. Mathias Schwabe
, Evang. Fachhochschule Berlin, Systemischer Berater (SIT & IGST) und Supervisor und Denkzeit-Trainer
Achim Lenderink, Diplom Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge, Deeskalationstrainer (IGFH Deutschland), Berlin
Martin Nestler, Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (FH), Medienwissenschaftler (B.A.), Deeskalationstrainer, Theaterpädagoge, Berlin
Cornelia Probst, Diplom Psychologin, tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie, Leipzig
Ingo Gelfert, Diplom Sozialpädagoge, Gestalttherapeut DVG, Supervisor DVG, Bildungsreferent, Chemnitz

Voraussetzung für die Zertifizierung:
Engagierte Teilnahme an allen Theorie – Praxismodulen
Umfangreiche motivierte Nutzung der Vertiefungs- und Reflexionsangebote in Lerngruppen und Ausbildungssupervision
Durchführung und Reflexion eines Praxisprojektes
Neben den formellen Kriterien beeinflussen die Lerneinstellung und das Engagement zur Einnahme der neuen Rollen die Zertifikatserstellung 

Orte und Preise: Die Seminare finden im Bundesland Freistaat Sachsen statt. Preis der Zusatzqualifikation beträgt  voraussichtlich 3800 ,- €.

Information, Beratung und Anmeldung: Ingo Gelfert
Telefon: (0371) 5 33 64 – 29

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