Nachruf auf Andreas Rauhut

Schwarz-weiß-Foto von Andreas Rauhut

In stiller Trauer um unser Vorstandsmitglied Andreas Rauhut

Wir sind tief bewegt und berührt von der Nachricht, dass Andreas Rauhut kürzlich verstorben ist. Andreas Rauhut hat viele Jahre die Vorstandsarbeit der AGJF Sachsen aktiv mitgeprägt und sich für die Belange von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, insbesondere im ländlichen Raum im Landkreis Leipzig und weit darüber hinaus, eingesetzt. Mit hoher Intensität hat er sich all die Jahre für das Arbeitsfeld Kinder- und Jugendarbeit stark gemacht und sich für dessen Sicherung und Weiterentwicklung im Freistaat Sachsen engagiert. Als Mensch zeigte er sich kritisch, hartnäckig und wertschätzend zugleich, wenn es darum ging für die gemeinsamen Themen zu streiten und gute Lösungen miteinander auszuhandeln. Er setzte sich mit Nachdruck für die Umsetzung von Kinderrechten und Jugendgerechtigkeit in ganz Sachsen ein und war zutiefst überzeugt davon, dass es gute Freizeitorte in jedem Stadtteil und jedem Dorf in Sachsen braucht, die jungen Menschen ein bestmögliches Aufwachsen und Teilhabe garantieren.

Im Vorstand der AGJF Sachsen war er ehrenamtlich ebenso wie in seinem hauptamtlichen Wirken ein wichtiger Wegbegleiter und von Vorstand und Mitarbeitenden der AGJF Sachsen sehr geschätzt. Mit Freude, Mut und Beharrlichkeit brachte er seine Ideen und Impulse in die Vorstandsarbeit ein. Wir erinnern uns dankbar an zahlreiche Vorstandssitzungen und Fachbeiratssitzungen, bei denen Andreas seine fachlichen Akzente setzte und seinen Blick auf den ländlichen Raum einbrachte, an freundschaftliche Begegnungen und den fachlich-kollegialen Austausch zu Vorstandsklausuren wie in Bad Lausick, Chemnitz und Leipzig. Ebenso erinnern wir uns, wie wir daran Anteil nehmen durften, wenn er mit seinen Mitstreiter*innen ambitionierte Vorhaben wie das Jugendarel am Störmthaler See verfolgte und mit Stolz von den Fortschritten und mit Hartnäckigkeit von den Hindernissen berichtete. Zum Tag der OKJA im letzten Jahr konnte dieses Areal eröffnet werden und Andreas verwies dabei auf die Bedeutung und den gesellschaftlichen Wert des partizipativen Prozesses, bei dem Kinder und Jugendliche vor Ort beteiligt waren, und auf die Chancen, die der Strukturwandel auf dem Gebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus hierfür bot.

Andreas hat bei diesem und bei vielen weiteren Herzensthemen Veränderungsprozesse in Gang gebracht und Menschen bewegt und vernetzt. Er fehlt und hinterlässt eine sehr große Lücke. Er hinterlässt aber auch eine Vision, die es weiter einzulösen gilt.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und den Mitarbeitenden sowie dem Vorstand des Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig, die in ihrem Nachruf auf sein Wirken und sein Vermächtnis im Landkreis verweisen.

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